Versicherungspflicht für Studenten

Studenten werden mit Beginn des Studiums versicherungspflichtig. Eine Befreiung von der Versicherungspflicht ermöglicht den Erhalt oder Wechsel in die Private Krankenversicherung. Dennoch kann es, z.B. durch eine Nebentätigkeit oder ein Praktikum, zur Versicherungspflicht kommen.

Allgemeine Informationen zur studentischen Krankenversicherung und der Möglichkeit zur Befreiung von der Versicherungspflicht finden Sie im Artikel “Private Krankenversicherung für Studenten“.

Dauerhafte Arbeitsverhältnisse

Bestehen mehrere Arbeitsverhältnisse, so muss die Arbeitszeit aus den Tätigkeiten addiert werden.

Studenten mit dauerhaften Arbeitsverhältnissen

ArbeitszeitVerdienstKrankenversicherung Pflegepflichtversicherung ArbeitslosenversicherungRentenversicherung
unabhängigmtl. bis 450€versicherungsfrei, 13% Pauschalbeitrag (siehe Hinweis)versicherungsfrei, 15% Pauschalbeitrag (siehe Hinweis)
bis zu 20 Stunden pro Wochemtl. über 450€versicherungsfrei, keine Beiträgeversicherungspflichtig, allgemeine Beiträge
über 20 Stunden pro Wochemtl. über 450€versicherungspflichtig, allgemeine Beiträgeversicherungspflichtig, allgemeine Beiträge

Hinweis zu den Pauschalbeiträgen. Generell erfolgt die Zahlung der Pauschalbeiträge durch den Arbeitgeber. Die Pauschalbeiträge zur Krankenversicherung müssen nur für gesetzlich Krankenversicherte abgeführt werden. Bei Tätigkeiten die haushaltsnah, auf geringfügiger Beschäftigung ausgeübt werden, reduziert sich der Pauschalbeitrag auf 5% in der Krankenversicherung und 5% in der Rentenversicherung.

Befristete Arbeitsverhältnisse

Studenten mit befristeten Arbeitsverhältnissen

ArbeitszeitBerufliche AusübungKrankenversicherung Pflegepflichtversicherung ArbeitslosenversicherungRentenversicherung
bis zu 2 Monate oder 50 Arbeitstageingesamt nicht mehr als 2 Monate oder 50 Arbeitage im Kalenderjahrversicherungsfrei, keine Beiträgeversicherungsfrei, keine Beiträge
bis zu 2 Monate oder 50 Arbeitstageinsgesamt mehr als 2 Monate oder 50 Arbeitage im Kalenderjahr, aber nicht mehr als 26 Wochen im Kalenderjahrversicherungsfrei, keine Beiträgeversicherungspflichtig, allgemeine Beiträge
bis zu 2 Monate oder 50 Arbeitstageinsgesamt mehr als 26 Wochen im Kalenderjahrversicherungspflichtig, allgemeine Beiträgeversicherungspflichtig, allgemeine Beiträge
bis zu 2 Monate oder 50 Arbeitstage nur in den Semesterferieningesamt nicht mehr als 26 Wochen im Kalenderjahrversicherungsfrei, keine Beiträgeversicherungspflichtig, allgemeine Beiträge

Praktikum

Ein Praktikum bzw. Praktika gelten als “vorgeschrieben”, wenn sie in der Studienordnung, Ausbildungsverordnung oder Prüfungsordnung benannt werden.

Studenten im Praktikum

Art des PraktikumKrankenversicherung PflegepflichtversicherungArbeitslosenversicherung Rentenversicherung
vorgeschriebenes Vorpraktikum ohne Entgeltversicherungspflichtigversicherungspflichtig
vorgeschriebenes Vorpraktikum mit Entgeltversicherungspflichtigversicherungspflichtig
vorgeschriebenes Vorpraktikum mit Immatrikulation mit oder ohne Entgeltversicherungsfreiversicherungsfrei
nicht vorgeschriebenes Zwischenpraktikum ohne Entgeltversicherungsfreiversicherungsfrei
nicht vorgeschriebenes Zwischenpraktikum mit Entgeltversicherungspflichtig (siehe Hinweis)versicherungspflichtig (siehe Hinweis)
vorgeschriebenes Nachpraktikum ohne Entgeltversicherungspflichtigversicherungspflichtig
vorgeschriebenes Nachpraktikum mit Entgeltversicherungspflichtigversicherungspflichtig
nicht vorgeschriebenes Vor- oder Nachpraktikum ohne Entgeltversicherungsfreiversicherungsfrei
nicht vorgeschriebenes Vor- oder Nachpraktikum mit Entgeltversicherungspflichtigversicherungspflichtig

Hinweis zum nicht vorgeschriebenen Zwischenpraktikum mit Entgelt. Die Versicherungspflicht besteht nur dann, wenn keine Ausnahmeregelung z.B. unter 20. Stunden Arbeitszeit pro Woche greift. Die Regelungen sind in den obigen Tabellen für dauerhafte und befristete Arbeitsverhältnisse beschrieben.

Versicherungspflicht tritt ein

Werden Sie durch Ihre Nebenbeschäftigung oder nach Ihrem Studium wieder versicherungspflichtig, so muss der Wechsel in die Gesetzliche Krankenkasse erfolgen. Bessere Leistungen für z.B. Zahnersatz oder Wahlleistungen im Krankenhaus können über Krankenzusatzversicherungen weiterhin genutzt werden. Soll später der Wiedereintritt in die private Krankenkasse erfolgen, so sollte der Krankenversicherungstarif in eine Anwartschaft gestellt werden. Mit einer Anwartschaft sichern Sie Ihren Tarif für die Zukunft. Die kleine Anwartschaft kostet 5% des Tarifbeitrages. Werden Sie wieder von der Versicherungspflicht befreit, so können Sie durch die Anwartschaft Ihren Tarif aktivieren. Die Anwartschaft erhält Ihr ursprüngliches Eintrittsalter, eine erneute Gesundheitsprüfung oder Wartezeiten fallen nicht an.

Alle Möglichkeiten und Optionen sowie der Wechsel in die Gesetzliche Krankenversicherung bedürfen der Einzelfallbetrachtung. Treten Sie mit uns in Kontakt. Gerne sind wir Ihnen behilflich.

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